Produktionsnotizen
»Der Mond und andere Liebhaber« wurde im Oktober und November 2007 in Altenburg, Grimma, Meineweh, Meerane, an der Ostsee, in Berlin und in der Türkei gedreht. Der Film entstand mit Fördermitteln des Mitteldeutschen Rundfunks, der Mitteldeutschen Medienförderung, der kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern, dem Medienboard Berlin Brandenburg und dem Deutschen Filmförderfond. Produzentin Eva-Marie Martens knüpfte mit »Der Mond und andere Liebhaber« an ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Regisseur Bernd Böhlich an, mit dem sie 2004 den Film »Mutterseelenallein« realisierte.
Mit Katharina Thalbach, der Drehbuchautor und Regisseur Bernd Böhlich die Rolle der Hanna auf den Leib geschrieben hat, Birol Ünel und Andreas Schmidt konnten namhafte Darsteller gewonnen werden. Als zwei Tage vor dem ersten Drehtag die Besetzung für die Rolle der Dani absagte, wurde kurzfristig eine andere Lösung gefunden. Dass Fritzi Haberlandt gewonnen werden konnte, hat sich im Nachhinein als Glücksgriff erwiesen. Als Ensembleschauspielerin am Hamburger Thalia oder am Berliner Gorki-Theater hat sie sich in die erste Liga der deutschen Nachwuchsdarstellerinnen gespielt. Auch Detlev Buck sagte erst zwei Tage vor dem letzten Drehtag zu, eine Nebenrolle als Truckfahrer zu übernehmen. Dank des Intendanten von Altenburg und Gera, Uwe Dag Berlin, konnten auch die kleinsten Rollen mit guten Schauspielern besetzt werden.
Um Kai Maertens, festes Ensemble-Mitglied der Berliner Komödie am Kurfürstendamm, im Drehplan zu halten, wurde einiger Aufwand betrieben. Da Maertens beinahe jeden Abend eine Vorstellung in Berlin spielen muss, war es kaum möglich, einen Drehtermin in der Türkei für ihn zu planen. Himmel und Hölle wurden in Bewegung gesetzt, um Maertens innerhalb von 24 Stunden von Berlin über Erfurt nach Antalya und wieder zurück zu bringen. Da mit Stau, Abflug-Verspätung und Kommunikationsstillstand durch Mobiltelefon-Versagen so ziemlich alle Unwägbarkeiten voll ausgeschöpft wurden, kam es allen Beteiligten wie ein Wunder vor, dass dennoch nach Plan gedreht werden konnte – vor allem Kai Maertens selbst, der am folgenden Abend wieder glücklich in Berlin seine Vorstellung spielen konnte.
Der Drehprozess in der Region Altenburg lief reibungslos. Außendrehtage waren auf Grund der Jahreszeit für gewöhnlich um 16.00 Uhr beendet, Kameramann und Regisseur hatten viel Spaß an der Zusammenarbeit. Im gesamten Team herrschte gelöste Stimmung, bis auf die gelegentliche Anspannung, die die bevorstehende Geburt gleich zweier Kinder verursachte: Andreas Schmidt und Steffen Scheumann wurden während der Drehzeit Vater.