Birol Ünel

Birol Ünel

»Ich fand diese Geschichte wunderschön. Erst recht weil ich die Kathi schon so lange kenne, wir auch einige Projekte gemacht haben und ich sie für eine hervorragende Schauspielerin halte. Was ich so toll an dem Buch fand, war die Vielfältigkeit an Emotionen und Situationen. Dass da eine Frau, die schon im reiferen Alter steht, immer noch diese Illusionen hat von Liebe. Kathi ist einfach eine Schauspielerin, die einem permanent Geschenke macht. Das kenn ich von ihr schon lange. Man kann sich einfach sicher fühlen und ist nicht gezwungen, irgendwas wirklich extrem darzustellen, sondern da geht’s einfach nur um die Transparenz, also um den Augenblick. Bernd Böhlich ist oft ein sehr nachdenklicher Mensch und hinterfragt sich immer. Das finde ich auch sehr angenehm, weil er das zur Verfügung stellt, das Hinterfragen. Er ist da sehr ehrlich und hat er diesen trockenen Dresdner Humor, den ich auch sehr mag.«

 

Birol Ünel hatte seinen großen Durchbruch 2004 in Fatih Akins »Gegen die Wand«, für den er den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller gewann.

Ünel wurde 1961 in der Türkei geboren und zog 1968 mit seinen Eltern nach Deutschland. Zunächst machte er eine Ausbildung zum Pakettleger, ging dann jedoch an die Schauspielschule Hannover. In Berlin beginnt er als Regisseur und Schauspieler am Theater zu arbeiten (1992 Titelrolle in »Caligula«; 1994 die Rolle des Siegfried in der Castorf-Inszenierung von »Die Nibelungen – Born Bad«). Bereits 1988 hatte er sein Kinodebüt in »Der Passagier«. Es folgten kleinere Nebenrollen, etwa »Mau-Mau« (1992), »Todesspiegel« (1996) oder »Das Frankfurter Kreuz« (1998). Mit seiner Rolle als Zivilfahnder im Film »Dealer« (1999) zog er erstmals erhöhte Aufmerksamkeit auf sich.

Nach seinem Erfolg in »Gegen die Wand« erhielt Ünel auch internationale Engagements (2004 »Not a Love Story«). In Deutschland übernahm er vor allem tragende Nebenrollen (»Valerie« und »Das Haus der schlafenden Schönen« beide 2006). 2007 war er im preisgekrönten »Die Unerzogenen«, dem Regiedebüt von Pia Marais, erneut in einer Hauptrolle zu sehen.

 

Filmographie (Auswahl):

2007 Der Mond und andere Liebhaber
2007 Die Unerzogenen
2006 Das Haus der schlafenden Schönen
2006 Valerie
2004 Gegen die Wand
2002 Brombeerchen
2001 Anam
2001 Planet Alex
2000 Im Juli
1999 Dealer
1998 Das Frankfurter Kreuz
1988 Der Passagier – Welcome to Germany